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Die Rede von Engeln entspringt dem Versuch, zwei Glaubenswahrheiten zusammenzudenken: Auf der einen Seite steht der Glaube an Gottes radikale Andersartigkeit (die Theologen sagen: Gottes "Transzendenz"). Gott ist nichts Geschaffenes und kein Teil der Schöpfung. Auf der anderen Seite aber ist Gott in allem. Nichts kann ohne ihn gedacht werden. Er ist nah, wirksam, lebendig, er spricht Menschen an. Die Rede von den Engeln verbindet beide Pole: Sie machen den Unsichtbaren sichtbar, lassen den ganz Anderen doch für den Menschen "anschaulich und begreiflich" werden. Der katholische Glaube verpflichtet daran zu glauben, dass es "Vermittler" gibt, durch die Gott uns anspricht. Wer jeweils ein solcher "Bote" ist, ist sekundär. Ob es tatsächlich solche guten oder auch bösen Wesen "zwischen Himmel und Erde" gibt (Geister, Dämonen) bleibt dabei offen.
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