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| DIE WEIHNACHTSWÜNSCHE DES KLEINEN NIMMERSATT |
| Ein Gedicht von Heinrich Seidel |
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"Am meisten wunsch´ ich mir ein Pferd Zum Schaukeln und zum Reiten, Und eine Rüstung und ein Schwert Wie aus den Ritterzeiten. |
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Drei Märchenbücher wünsch´ ich mir Und Farben auch zum Malen, Und Bilderbogen und Papier Und Gold- und Silberschalen. |
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Ein Domino, ein Lottospiel, Ein Kasperletheater, Auch einen neuen Peitschenstiel Vergiß nicht, lieber Vater! |
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Ein Zelt und sechs Kanonen dann Und einen neuen Wagen, Und ein Geschirr mit Schellen dran, Beim Pferdespiel zu tragen. |
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Mir fehlt - Ihr wißt es sicherlich - Gar sehr ein neuer Schlitten, Und auch um Schlittschuh möchte ich Noch ganz besonders bitten. |
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Und weiße Tiere auch, von Holz, Und farbige von Pappe, Und einen Helm und Federn stolz Und eine neue Mappe. |
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Ein Perspektiv, ein Zootrop, ´ne magische Laterne, Ein Brennglas, ein Kaleidoskop - Dies alles hätt´ ich gerne. |
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Auch einen großen Tannenbaum, Dran hundert Lichter glänzen, Mit Marzipan und Zuckerschaum Und Schokoladenkränzen. |
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Doch dünkt dies alles Euch zu viel, Und wollt Ihr daraus wählen, So könnte wohl der Peitschenstiel Und auch die Mappe fehlen." |
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Als Hänschen so gesprochen hat, Sieht man die Eltern lachen: "Was willst du, kleiner Nimmersatt, Mit all den vielen Sachen?!" |
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"Wer so viel wünscht" - der Vater spricht´s - "Bekommt auch nicht ein Achtel! Der kriegt ein ganz klein wenig Nichts In einer Dreierschachtel!" |
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